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THE | Trip

Im Winter 2015/2016 bin ich für vier Monate in durch Südostasien gereist. Hier könnt ihr unsere Route nachverfolgen. Außerdem findet ihr schnell die BlogPost, die ich an den jeweiligen Locations geschrieben habe.

    Die Geschichte von  THE | trip

    Einfach mal so, vier Monate raus. Wir wissen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Sondern ein großer Luxus. Den wir uns leisten wollten.

    Erstmal zum Wir: Ich, Dominique, stecke hinter dieser ganzen Seite. Sie ist mein Baby, mein Ding, mein Projekt. Aber durchs Leben gegangen bin ich 8 Jahre lang nicht alleine, sondern mit dem wunderbaren Arvid Uhlig an meiner Seite.

    Die Idee zu einer größeren Reise war schon länger da. Ich denke, viele Menschen tragen diesen Traum jeden Tag mit sich umher. Für mich kamen dann zwei Dinge zusammen: Ich hatte gemerkt, dass es mir auf Reisen einfach am besten geht. Durch die Therapie habe ich gelernt, auf mich zu achten und mir zu geben, was mir gut tut. Meine tiefsten Löcher hatte ich mehrmals nach der Rückkehr von einer Reise, einem Urlaub oder einem Trip. Konsequenz für mich: Ich muss da wieder raus, in diese Welt.

    Dazu kam, dass ich nach einem sechsmonatigen Praktikum in einer Redaktion leider nicht das erhoffte Volontariat beginnen konnte. Irgendeine Art „Neuanfang“ musste also sowieso her. Für mich war dies der wortwörtliche Freifahrtsschein, dass es jetzt endlich mal wieder länger aus Deutschland weg gehen könnte.

    Dass ich nebenebei immer sicherer in meinem Entschluss wurde, mich selbstständig machen zu wollen, passt irgendwie ganz gut ins Gesamtkonzept.

    Wie können wir uns das leisten?

    Ganz einfach: wir haben uns den ganzen Sommer 2015 arbeitstechnisch den A***** aufgerissen. Nachdem die Entscheidung zur Reise gefallen war, hatten wir uns ziemlich schnell entschieden, dass wir den Winter nicht in Deutschland verbringen wollten.

    Es gab gar nicht viele große Überlegungen, sondern wir haben uns eher zufällig für den November als Start entscheiden. Das ließ uns genau ein halbes Jahr, um das nötige Geld aufzutreiben.

    Da ich seit Jahren mal mehr mal weniger nebenbei in der Gastro tätig bin, war für mich klar, dass ich den Sommer über einfach durchpowern würde. Also, zwei sehr unterschiedliche Läden gesucht und ab ging die Post. Bei so mancher Doppelschicht oder 7-Tage Woche, wenn ein Motivationsloch sich ankündigen wollte, musste ich mir nur das Ziel vor Augen halten. Und Tadaaa – es hat geklappt.

    Arvid hat das große Glück, freiberuflicher Fotograf zu sein. Obwohl er mir bei dieser Formulierung mit dem Glück bestimmt nicht aus vollem Herzen zustimmen würde. Trotzdem hat die Tatsache, dass wir beide keine Standard Nine-To-Five-Jobs haben natürlich wesentlich unkomplizierter gemacht. Arvid ist also für fast den kompletten Sommer nach Schweden abgedüst, um da bei einer Filmproduktion Geld zu verdienen.

    Auch diese Situation war nicht immer leicht, aber so konnten wir uns beide auf’s Geld verdienen konzentrieren. Und auch in diesem Punkt mussten wir nur daran denken, was uns ab November erwarten würde, und die ganze Sache wurde ganz schnell ganz viel kleiner.

    Das letzte Problem war dann noch unsere Wohnung im Münchner Norden. Hierfür während unserer Abwesenheit weiter Miete zu zahlen wäre ein klarer Aus-Faktor für die ganze Reise geworden. Zum Glück gibt es airbnb und zum Glück haben wir eine Vermieterin, die uns so etwas erlaubt. Also, auch dieser Punkt war abgehakt.

    Warum gerade Indonesien und Malaysia?

    Wie schon beim Start und auch bei der Dauer der Reise: mehr oder weniger Zufall. Wir hatten drei Ideen im Kopf, was wir gerne machen wollten:

    Mit unserem VW-Bus einfach von der Haustür aus losfahren und durch Europa. Das „Problem“: wir sind beide eher Fans von Nordeuropa. Skandinavien, Schottland & Co. Da hatten wir uns aber schon für den Winter als Reisezeitraum entschieden. Irgendwie keine schöne Kombination. Das hatten wir uns wärmer vorgestellt.

    Die zweite Idee war, mit unserem bzw. einem Auto durch Amerika. Start in Kanada und dann mal weiterschauen. Hier hätte man vielleicht auch das Wetter als Gegenargument ins Spiel bringen können. Unser größter Minus Punk waren allerdings die Lebenshaltungskosten auf dem amerikanischen Kontinent.

    Und dann die dritte Variante: Asien. Waren wir beide noch nie. Wollen wir beide mal hin. Ist als Reiseland nicht zu teuer. Und vor allem warm. Check? Check!

    Die Länderauswahl an sich war dann auch eher vom Zufall geleitet. Es war nur klar: Thailand, wollen wir nicht. Deutsche sehen wir hier schon genug. Also ein bisschen rumgeschaut, rumgelesen und irgendwie sind dabei dann Indonesien und Malaysia rausgekommen.

    Viele Leute haben uns gefragt, warum wir denn nicht mehr Länder besuchen wollen. Vier Monate sei doch so eine lange Zeit. Das Stimmt wohl. Aber wir sind eher von der Slow-Travel Sorte Reisende, wie man so schön neudeutsch sagt. Lieber weniger, dafür richtig. Und falls wir am Ende noch Zeit haben für den ein oder anderen Abstecher können wir das immer noch tun.

    Und wir mussten uns ja auch noch Ziele für die nächsten Reisen übrig lassen =) .

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